Hämmerle Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Weingüter / Sprachkurse und Kochkurse in der Toskana und in Umbrien
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Landgut Il Poggio

Weingut Orzale
Hauptgebäude
Nebengebäude
Haus Il Leccio
Preise
Buchen

Casale San Giovanni

Podere La Valle

Tenuta di Sticciano

Borgo Bottaia

Fattoria Del Baccinello

Casolare Val di Mare

Borgo San Carlo

Brolio Quinto

La Lecciatina

Podere Formelli

Poggio Gaio

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Weingut Orzale

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Im Jahre 1370 wird Orzale erstmals urkundlich erwähnt. Orzale selbst war
Vermittlungsbüro Heidrun Hämmerle: Weingut Orzale
Herr Luigi Bondi als Fattore
eine kleine Festung mit einer kleinen Kirche, die zum benachbarten Franziskaner-Kloster San Vivaldo gehörte. Wegen der herrlichen Fernsicht diente Orzale als strategischer Aussichtspunkt der Stadt Tonda, vor allem in Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen. Orzale und die ganze Gegend gehörte zu den Ländereien des florentinischen Patriziergeschlechtes Strozzi, das im 15. Jahrhundert als Bankier zu großem Reichtum gelangt und politischer Gegner der Medici war. In Florenz zeugt der Palazzo Strozzi heute noch von der Macht dieser Familie.

Jahrhundertelang herrschte in der Toskana, so auch in der Gegend um Orzale, eine besondere ländliche Wirtschaftsordnung, die mazzadria (Halbpacht). Der Großgrundbesitzer teilte die Ländereien in sog. Fattorie (Landgüter) ein, diese wurden in kleinen Einheiten, den sog. Poderi, an die Bauern verpachtet. Der Grundbesitzer stellte den Bauern das Land, die Werkzeuge, das Saatgut und die Düngemittel zur Verfügung. Der Pächter stellte seine Arbeitskraft und die seiner Familienangehörigen zur Verfügung. Die Bauern mußten die Hälfte des Ertrages an den Großgrundbesitzer abgeben: Korn, Öl und Wein aber auch Vieh, Heu und Stroh. Für jede Fattoria wurde ein Aufseher eingesetzt, der sog. Fattore. Seine Aufgabe war es, die Arbeit zu überwachen und den Zeitpunkt der Aussaat und der Ernte zu bestimmen.

Vermittlungsbüro Heidrun Hämmerle: Weingut Orzale
Herr Luigi Bondi mit Frau Cesarina und
Sohn Riccardo (ca. 1985)
1933 verkaufte die Familie Strozzi große Ländereien einschließlich Orzale, an einen weltberühmten und zu Reichtum gelangten Antiquitätenhändler namens Bardini. Dieser stellte 1936 Herrn Luigi Bondi als Fattore, also als Aufseher und Verwalter über seine Ländereien ein. Zu Herrn Bondis Gebiet gehörte unter anderem auch die Gegend um Sughera, das Landgut Il Poggio sowie das Städtchen Tonda (heute eine Ferienanlage der Schweizer Gesellschaft Hapimag). Mit dem Pferd ritt er von Podere zu Podere, oft in Begleitung seines kleinen Sohnes Riccardo, der in Tonda zur Schule ging.

Als Herr Bardini 1963 starb, vermachte er aus Dankbarkeit und als Anerkennung für die langjährigen Dienste der Familie Bondi das Anwesen Orzale mit 87 ha Land. Herr Luigi Bondi gab seine Arbeit als Fattore auf und widmete sich von nun an mit seiner Frau Cesarina dem Weinbau und dem Olivenanbau. Nach und nach gab er sein Wissen an seinen Sohn Riccardo weiter. Dieser führt seit Beendigung seines Studiums an der Kunstakademie in Florenz in den Achtziger Jahren und nach dem Tod seiner Eltern das Anwesen. Er baute die Häuser nach und nach mit Ferienwohnungen aus und gab Orzale somit sein heutiges Gesicht. Mit viel Engagement und Liebe zu seinem Anwesen betreibt er den heutigen "agriturismo" auf Orzale und die dazugehörige Landwirtschaft.

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